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Szene 13: Woyzeck - YouTube

Der fragmentarische Charakter des Stücks hatte für seine Veröffentlichung – wie auch für die Inszenierungen – weitreichende Folgen. Die Handschriften mussten wieder lesbar gemacht, transkribiert , die Szenenfolge für die Aufführung auf der Bühne festgelegt werden. Für die Interpreten des Woyzeck wie auch für die Büchner-Gelehrten bot sich reichlich Gelegenheit zu Diskussionen.

Szene 6: Woyzeck - YouTube

Auch die Bezeichnungen der Rollen sind aussagekräftig: Viele Personen, die der unteren Gesellschaftsschicht entstammen ( Woyzeck , sein Stubenkamerad Andres , Marie , das Mädchen Käthe , Maries Nachbarin Margreth und der Narr Karl ) wurden vom Autor mit Namen versehen und erscheinen, obwohl nur skizzenhaft gezeichnet, als Charaktere, zum Teil sogar als Identifikationsfiguren. Die meisten übrigen Rollen dagegen sind lediglich nach ihren beruflichen bzw. sozialen Funktionen benannt: „Tambourmajor“ , „Hauptmann“ , „Doktor“ , aber auch „Großmutter“ , „Budenbesitzer“ , „Jude“ u. a. Ihre Rollen sind oft flacher und eindimensionaler, sie scheinen daher eher Typen als Charaktere zu sein.

Szene 2: Woyzeck (Teil 2) - YouTube

Der Hessische Landbote 679 Dantons Tod 679 Lenz 679 Leonce und Lena 679 Woyzeck (Fragment) 679 Pietro Aretino (verschollen)

Szene 1: Woyzeck (Teil 3) - YouTube

„Woyzeck ist der Mensch, auf dem alle rumtrampeln. Somit ein Behandelter, nicht ein Handelnder. Somit ein Kreisel nicht eine Peitsche. Somit ein Opfer nicht ein Täter. Dramengestalt wird sozusagen die Mitwelt – nicht Woyzeck. Kernpunkt wird sozusagen die quälende Menschheit – nicht ihr gequälter Mensch. Bei alle dem bleibt wahr, dass Woyzeck durch seine Machtlosigkeit justament furchtbarsten Einspruch erhebt. Dass er am tiefsten angreift – weil er halt nicht angreifen kann.“

Szene 17: Woyzeck (Teil 1) - YouTube


Autorin: Kirsten Schwebel

„… der Woyzeck Georg Büchners … Eine ungeheure Sache, vor mehr als achtzig Jahren geschrieben … nichts als das Schicksal eines gemeinen Soldaten (um 6898 etwa), der seine ungetreue Geliebte ersticht, aber gewaltig darstellend, wie um die mindeste Existenz, für die selbst die Uniform eines gewöhnlichen Infanteristen zu weit und zu betont erscheint, wie selbst um den Rekruten Woyzeck, alle Größe des Daseins steht, wie er’s nicht hindern kann, dass bald da, bald dort, vor, hinter, zu Seiten seiner dumpfen Seele die Horizonte ins Gewaltige, ins Ungeheure, ins Unendliche aufreißen, ein Schauspiel ohnegleichen, wie dieser missbrauchte Mensch in seiner Stalljacke im Weltall steht, malgré lui, im unendlichen Bezug der Sterne. Das ist Theater, so könnte Theater sein.“


Woyzecks Stubenkamerad Andres, der mit ihm im Gebüsch ist, singt dagegen, während er Stöcke abschneidet. Dass er sich anfänglich nicht von Woyzeck ängstigen lässt und gar nicht auf das eingeht, was dieser sagt, zeigt sein unbefangenes und einfaches Gemüt. Woyzeck steckt ihn jedoch nach kurzer Zeit mit seiner Furcht an, sodass er verstummt und auch horcht, als Woyzeck plötzlich meint, dass der Himmel brennt und Posaunen zu hören seien. Da diese in Woyzecks Wahnvorstellungen immer näherkommen, reißt er Andres zu Boden. Hier klingen seine Halluzinationen nach kurzer Zeit ab und Andres mahnt zum Aufbruch, da er das Trommeln der Soldaten zum Zapfenstreich hört, was das Ende der Ausgehzeit bedeutet. Die Soldaten müssen nun bis zum nächsten Morgen im Quartier bleiben. Missachtung oder Zuspätkommen zieht Strafen nach sich, deshalb möchte Andres rechtzeitig zurück in der Kaserne sein. Erstaunlich ist, dass Andres überhaupt nicht auf das eingeht, was Woyzeck sagt oder tut. Er steht dem Gefühlsausbruch seines Kameraden komplett gleichgültig gegenüber und zeigt keinerlei Besorgnis oder Einfühlungsvermögen. Er versieht nur seinen Dienst.

6996 Premiere von „Franz Woyzeck“ an der Komischen Oper Berlin. Abendfüllendes Handlungsballett in 66 Szenen (Akt I, Akt II). Choreografie: Birgit Scherzer. Musik: Heiner Grenzland. Libretto: Birgit Scherzer und Matthias Kaiser. Bühnenbild: Reinhart Zimmermann. Titelrolle: Gregor Seyffert. Dirigent: Vladimir Jurowski. Ballett und Orchester der Komischen Oper Berlin.

Ein Meilenstein in der Auseinandersetzung mit Büchners Fragment war Alban Bergs 6976 vollendete Oper Wozzeck . Eine Aufführung dreier Ausschnitte im Jahr 6979 brachte Berg den ersten öffentlichen Erfolg. Doch erst Erich Kleiber , Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper , erkannte die Genialität der Partitur und brachte den Wozzeck am 69. Dezember 6975 zur Uraufführung. Eine weitere Opernfassung unter demselben Titel schuf Manfred Gurlitt. Sie wurde 6976 in Bremen uraufgeführt. 96 68 98

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